Oberösterreichische Landesausstellung 2010, Ennshafen
Seit vielen Jahrhunderten prägt die Donau das Leben der Menschen in ihrem Einzugsgebiet – ob als Grenzlinie, als Wasserstraße, als Handelsroute oder als Rohstoff- und Energielieferant.
Die Donau hat aber auch eine die Völker verbindende Funktion. Zahlreiche historisch bedeutsame Stätten und Städte liegen entlang dieses Stroms; ihre Bewohnerinnen und Bewohner identifizieren sich mit der Lage am Fluss.
Die Ausstellung im Logistikzentrum des OÖ. Ennshafens versucht, diesen Aspekten des Lebens an der Donau gerecht zu werden und zeigt spannend inszeniert die historische, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Donau. Besonderer Anziehungspunkt dabei wird ein 3D-Film sein, der die in der Ausstellung gezeigten Themen eindrucksvoll mit plastischen Bildern hinterlegt.
Ein weiterer Ausstellungsort ist das Erlebnisschiff MS Franz Liszt, ein ehemaliger Donau-Schleppkrahn der DDSG, das zur Gänze besichtigt werden kann und anhand zahlreicher interaktiver Module (funktionierendes Radar, vibrierender Boden am Kommandostand, begehbare Kajüten etc.) die Funktionsweise und Bedeutung der Donauschifffahrt eindrucksvoll vor Augen führt.
Hochwasser (Machland)
Das Machland wird regelmäßig von Hochwässern heimgesucht.
Tagelang unter Wasser
Es ist wieder einmal so weit: Mehr als 2.000 ha Wiesen, Äcker und Wald im OÖ und NÖ Machland stehen mehrere Tage unter Wasser. Wenn die Donau sich dann wieder in ihr natürliches Beet zurückzieht, ist nicht schlagartig alles vorbei, sondern dann wird erst das eigentliche Ausmaß des Schadens sichtbar: schlammige Felder, schmutzige Pflanzen, die nicht mehr verfüttert werden können, Millionen Gelsen und Schäden an den Straßen und Wegen.
Absiedelung
Bis vor wenigen Jahren waren auch immer wieder Wohnhäuser im Augebiet von Hochwässern betroffen. Zahlreiche Häuser waren tagelang von der restlichen Welt abgeschnitten, blieben nach Rückzug des Wassers völlig verschlammt zurück und mussten mühsam gereinigt werden. Bis die durchnässten Wände trocken waren, dauerte es Monate. Nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 war es an der Zeit rasch zu handeln. Im Rahmen einer großen Absiedelungsaktion beschlossen viele ober- und niederösterreichische Aubewohner – großteils schweren Herzens – mit Unterstützung der Bundesländer die Au zu verlassen, wo viele von ihnen bis dahin ihr ganzes Leben verbracht hatten.
Quelle: Tips Ausgabe Sept. bis Nov. 2010 (Neugierig auf die Donau)
www.donau-ausstellung.at